Über den Wormser Dom

Über das Motiv des 0-Euro-Scheins, den WORMSER DOM


Dom St.Peter zu Worms


Der Dom St.Peter, wie der Wormser Dom eigentlich heißt, ist einer der drei rheinischen Kaiserdome. Die anderen beiden stehen in Mainz und Speyer. Die wesentlichen Elemente des Wormser Doms in seiner heutigen Größe wurden von 1130 bis 1181 erbaut. Die Abbildung auf dem Null-Euro-Schein zeigt eine Ansicht vn Westen.


Wormser Dom thront über Worms


Der Dom St.Peter liegt auf der höchsten Stelle der Wormer Innenstadt und ist doch mittlerweile relativ dicht umbaut. Er gehört zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken der Stadt. Um ihn zu bauen, hat man eine früher in Worms gebaute frühromanische Basilika wieder abgerissen. Bei Grabungen unter dem heutigen Dom hat man auch Reste eines vermutlich karolingischen Baus dort gefunden.


Bischof Burchard von Worms

Es gab wohl schon ab dem Jahr 614 n.Chr. einen Bischof in Worms, aber für den Dombau in heutiger Größe zeichnete erst der im Jahr 1000 eingesetze Bischof Burchard von Worms verantwortlich. Eine Statue des Bischofs (von Ernemann Sander) steht vor dem Wormser Dom und links auf dem Null-Euro-Schein Worms abgebildet. Als Bischof Burchard von Worms die Salier zur Aufgabe ihrer Burg in Worms bewegen konnte, ließ er ab 1002/1003 dort das Paulusstift errichten. Er ließ auch mit dem Bau des Doms beginnen, zunächst eine kreuzförmige Basilika mi zwei halbrunden Chören, die von Ost nach West ausgerichtet war. Im Jahr 1018 wurde der Dom eingeweiht, der Kaiser Heinrich II. war dabei anwesend. Allerdings stürzte der westliche Teil bereits zwei Jahre später wieder ein und musste erneuert werden. In den Geschichtsbüchern findet sich im Jahr 1110 ein zweite Einweihung des Wormser Doms, bei der die größeren Schäden beseitigt wurden.

Um 1130 herum begann Bischof Burchard II. den von seinem Vorgänger Bischof Burchard I. gebauten Dom abzureißen und neu zu bauen. Bis 1144 war der Ostbau weitgehend fertig incl. flankierender Türme und dem achteckigen Vierungsturm. Die Bischofsnachfolger Konrad I. und Konrad II hatten dann anschließend Gelegenheit bis 1181 das Langhaus und den Westbau zu ergänzen. Eine neuerliche Einweihung fand dann am 2.Mai 1181 statt.


Wormser Dom trotzte Kriegen

Der Dom in Worms trotzte mehreren Kriegen: Im Pfälzischen Erbfolgekrieg sollten Truppen des französischen Königs Ludwig XIV. den Dom zerstören, aber die Sprengversuche mißlangen. Allerdings brannte er völlig aus und Gewölbe stürzten ein. Ab 1698 wurde er dann wiederhergestellt. Während der Französischen Revolution wurde der Dom erobert und in1792 zum Pferdestall und Lagerhalle umfunktioniert, - von 1818 bis 1830 wurde auch der Kreuzgang abgerissen, die Steine wurden versteigert. Mitte des 19.Jahrhunderts waren erhebliche Sicherungsmaßnahmen notwendig, um die Standsicherheit zu gewährleisten, später wurde das Westchor abgetragen und neu aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom besonders durch Fliegerangriffe zwischen Feburar und März 1945 erheblich beschädigt, die Ausstattung wurde jedoch nicht beschädigt. Aber die Dächer brannten ab. Der Dachstuhl wurde u.a. mit Material aus der 1945 gesprengten Rheinbrücke Gernsheim wieder aufgebaut.


Im Jahr 2018 gab es in Worms zahlreiche Feierlichkeiten zur 1000-Jahr-Feier des Doms. Auch wenn heute nicht mehr alle Wormser katholisch sind und schon gar nicht erzkatholisch, so haben die Wormser doch ein besonders Verhältnis zum Dom, der die Stadt nunmehr mehr als 1000 Jahre prägt.


Kaiser Friedrich I. Barbarossa

Es war das Jahr 1184, als Kaiser Friedrich I. Barbarossa der Stadt Worms die volle Souveränität verlieh und dies dann auch  am Kaiserportal des Doms anbringen ließ. In der Goldenen Bulle ist dies dokumentiert. Rechts auf dem Null-Euro-Schein ist die Inschrift  incl. Figur zu sehen:


"VON NUN AN BLÜHE DEIN RUHM

DIR WERDE DER LOHN DEINER EHRE

WEIL DU O WORMS KLUG UND GETREU DICH BEWÄHRST

DICH HAT DAS KREUZ MIR GEWEIHT

DICH HAT DAS SCHWERT MIR GESCHENKT

PETRUS DEIN GUTER PATRON GEWÄHRE DIR SICHEREN SCHUTZ"







Dom St.Peter zu Worms (Westansicht) - das zentrale Motiv des Null-Euro-Scheins zum Wormser Dom


Kaiser Friedrich I. Barbarossa ließ zur Souveränitätsserklärung für Worms diese Inschrift am Dom anbringen. Das Bildnis Friedrich I. (Barbarossa) hängt am Nordportal des Doms und gibt das Freiheitsprivileg wieder 




Der 

Null Euro Schein 

Worms

Es sieht aus wie ein echter Geldschein und ist auch einer. Allerdings mit NULL EURO Nennwert. Sie können sich dafür nichts kaufen und dennoch lässt er Sammlerherzen höher schlagen. Es gibt ihn nur 10.000. Es kann also noch nicht einmal jeder 8. Wormser einen Schein haben. Dazu kommt, dass regelmässig bei Null-Euro-Schein-Ausgaben Hunderte Bestellungen aus dem Ausland eingehen, vor allen Dingen aus Frankreich, wo das Sammelgebiet sehr beliebt ist.

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